Zuletzt aktualisiert am Mai 17, 2026
Die Weibliche Kraft. Viele Frauen kennen den Begriff. Aber spüren sie ihn auch? Viele sagen, nein. Warum? Der Alltag mit seinen To-Dos hat sie fest im Griff.
Kennst du das? Du funktionierst. Den ganzen Tag. Und abends weißt du nicht mehr, wie du dich eigentlich fühlst. Im Kopf: hundert Gedanken. Zum Körper: kaum Kontakt.
Genau dort aber – im Körper – wohnt die weibliche Kraft.
Sneak peek in 30 Sekunden:
Weibliche Kraft: Sie lebt nicht im Kopf. Sie lebt in deinem Körper.
In diesem Artikel erfährst du, was weibliche Kraft wirklich ausmacht und wie du die Verbindung zu ihr wiederfindest.
Das nimmst du mit:
- Was weibliche Kraft ist, erklärt über das Yin Yang-Symbol.
- Warum so viele Frauen den Zugang zu ihr verloren haben.
- 6 Wege, deine weibliche Kraft im Alltag zu stärken
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Warum ist uns Frauen die Weibliche Kraft fremd geworden?
Frauen ist die weibliche Kraft oft weniger vertraut als die männliche. Wie kann das sein? Es ist kein Thema, das sich ratzfatz erklären lässt. Um es zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die Dynamik der männerzentrierten Gesellschaft werfen.
Die gängige Definition von Kraft orientiert sich an patriarchalen Werten. Aber so kommen wir als Frauen nicht weiter. Denn die weibliche Kraft ist etwas anderes, als wir normalerweise mit Kraft verbinden.
Zum besseren Verständnis schauen wir uns etwa später das Yin-Yang-Symbol an. Es hilft, diese unterschiedlichen Kräfte besser zu verstehen.
Aber zuerst nehme ich dich mit auf die Reise in meine persönliche Vergangenheit.
Wir treffen mein früheres Ich – zu einer Zeit, in der ich noch keine Ahnung hatte, dass es einen Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Kraft gibt.
Bis Anfang 30 war mein Leben davon geprägt, ständig über meine eigenen Grenzen zu gehen. Ich war hart zu mir und auch zu anderen. Selbstfürsorge war ein Fremdwort für mich.
Mein Selbstverständnis war von Glaubenssätzen geprägt, die mir sagten, ich müsse alles alleine schaffen. Um Hilfe zu bitten, kam mir nicht in den Sinn. Sanftmut hielt ich für Schwäche, die ich nicht zeigen wollte.
Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie viel Energie mich das gekostet hat?
Die Abspaltung von der weiblichen Kraft war toxisch: Ich entging nur haarscharf einem Burnout. Meine inneren Dialoge aus dieser Zeit kannst du dir so vorstellen:
„Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Ich will einfach nur meine Ruhe.„
„Mir reicht’s immer nur für andere zu funktionieren.“
Übrigens belegt die Statistik: Frauen sind deutlich häufiger von Burnout betroffen als Männer. Quelle: Statista
Was ist weibliche Kraft wirklich?
Weibliche Kraft ist die Fähigkeit einer Frau, aus ihrem inneren weiblichen Anteil heraus zu leben: empfangend, zyklisch, intuitiv und schöpferisch.
Sie hat viele Gesichter, in der Welt der weiblichen Archetypen zeigen sich diese Facetten besonders kraftvoll.
Jedenfalls entfaltet sie sich nicht im Durchhalten und funktionieren, sondern in der Verbindung mit dem eigenen Körper, den natürlichen Rhythmen und der inneren Stille.
Frauen, die ihre weibliche Kraft kennen, treffen klarere Entscheidungen, setzen Grenzen leichter und sind widerstandsfähiger gegenüber Burnout.
Aber warum haben so viele Frauen diesen Zugang verloren? Die Antwort liegt tiefer, als viele vermuten.
Warum so viele Frauen den Zugang zu ihrer weiblichen Kraft verloren haben
Ein Aspekt ist: Den meisten von uns fehlen Role Models zur Orientierung. Ich jedenfalls hatte keine weiblichen Vorbilder, die gelebte weibliche Kraft verkörperten.
Das ist keine Kritik an den Frauen in meiner Familie. Die Generation meiner Urgroßmütter wuchs in einer Welt auf, die von Krieg und Entbehrung gezeichnet war. Zwei Weltkriege hinterließen tiefe Narben – sichtbare und unsichtbare.
Sie hatten keine andere Wahl, als ihren Mann zu stehen. Sie arbeiteten hart, oft bis zur Erschöpfung. Das Überleben ihrer Kinder hing am seidenen Faden und die Angst war allgegenwärtig. Für Zärtlichkeiten, Sanftheit oder gar für die eigene weibliche Kraft gab es da keinen Platz.
Und diese Traumata wurden – unbewusst – an die nächsten Generationen weitergegeben. Viele davon stecken uns noch heute in den Knochen.
Die patriarchal-hierarchische Gesellschafts-Struktur
Sie dominiert alle Lebensbereiche: Politik, Forschung, Wirtschaft und das Bildungs- und Gesundheitswesen.
Dass viele Menschen in den Systemen leiden ist offensichtlich. Aber das ändernt nur wenig. Frauen erleben dennoch mehr Druck als Männer, denn: Der Fokus auf „höher, schneller, weiter“ widerspricht dem weiblichen Prinzip.
Mangelnde Wertschätzung
Ein entscheidender Faktor ist die mangelnde Wertschätzung. Leistungen, die von Frauen erbracht werden, erhalten weniger Anerkennung – auf allen Ebenen: monetär, persönlich und kollektiv.
Denken wir nur an die unbezahlte Care-Arbeit, wie die Versorgung von Kindern und die Pflege von älteren und kranken Menschen – Aufgaben, die überwiegend von Frauen übernommen werden.
Frauen meistern die Doppelbelastung von Familie und Beruf. Es ist ein Balanceakt, der an die Grenzen der Belastbarkeit geht und auf Dauer zu Erschöpfung führen kann.
In Summe ist es ein toxischer Cocktail, der die weibliche Kraft schwächt. Aber: Die patriarchale Gesellschaftsstruktur schadet allen, auch den Männern.
Yin und Yang, zwei gegensätzliche Kräfte: Eine gehört mehr zu dir
Um das unterschiedliche Wesen der weiblichen und männlichen Kräfte zu verstehen, hilft uns das Verständnis des Yin-Yang-Symbols. Dazu braucht es etwas Auseinandersetzung mit Strömungen der asiatischen Philosophie.
Das Symbol stammt vermutlich aus dem Daoismus und zeigt, dass alles in der Welt zwei Seiten hat, die sich ergänzen.
In unserer polaren Welt haben alle Kräfte auch Gegenkräfte – sie ergänzen einander und stellen jeweils das Ende eines Kontinuums dar.
Die Dynamik des Lebens entsteht aus der Bewegung zwischen den Polen, ein Prozess, der sich in allem widerspiegelt. Anschauliche Beispiele finden wir im Wechsel von Ein- und Ausatmen sowie im Rhythmus von Tag und Nacht.
Das YIN, das weibliche Prinzip:
Weich, langsam, zyklisch, intuitiv, empfangend – das Dunkle und die Ausrichtung nach innen. In der chinesischen Lehre der fünf Elemente sind dem Yin die Elemente Wasser und Erde zugeordnet. Der Mond wird dabei häufig mit dem weiblichen, empfangenden Prinzip in Verbindung gebracht.
Das YANG, das männliche Prinzip:
Hart, schnell, linear, rational, gebend – das Helle und die Ausrichtung nach außen. Dem Yang entsprechen die Elemente Feuer und Holz. Die Sonne steht als Symbol für das gebende, männliche Prinzip.
In jedem Menschen sind beide Qualitäten vorhanden, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Sowohl Frauen als auch Männer tragen weibliche und männliche Anteile in sich. Was dein weiblicher Anteil konkret in dir bedeutet, erfährst du im Artikel über die Innere Frau.
Frauen haben von Natur aus stärkere Yin-Aspekte, während Männer eher von Yang geprägt sind. Doch in jedem einzelnen Menschen sind diese Anteile ganz individuell angelegt.Und jetzt die entscheidende Frage: Was kannst du konkret tun, um diese Kraft in deinem Alltag zu spüren?
Frauen meistern die Doppelbelastung von Familie und Beruf. Es ist ein Balanceakt, der an die Grenzen der Belastbarkeit geht und auf Dauer zu Erschöpfung führen kann. Auch wenn Studien das bestätigen, verändert sich wenig daran.
Wäre es nicht einfach, den Einsatz zu reduzieren?
Davor scheuen viele Frauen zurück. Oft fürchten sie, dass andere – insbesondere die Schwächeren – darunter leiden könnten. Doch genau diese Haltung erhöht das Risiko für Burnout.
Ist dir schon einmal aufgefallen: Für Frauen ist es schwer, es „richtig“ zu machen
Egal, wo Frauen wirken: Immer passt etwas nicht.
Frauen werden ständig beurteilt und je nachdem, wie es gerade passt, in eine Schublade gesteckt. Entweder sind Frauen
- zu schön oder zu wenig attraktiv,
- zu dünn oder zu dick,
- zu sexy oder zu bieder,
- zu klug oder zu dumm.
Die Klischees kennen kein Ende, je nachdem, wem sie gerade nützen. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass …
- ganze Wirtschaftszweige davon profitieren, dass sich Frauen falsch fühlen.
- die Lebensmittelindustrie davon profitiert, wenn Frauen ihre Kinder nicht stillen können.
- die Schönheitsindustrie an einem niedrigen Selbstwert von Frauen verdient.
Frauen, die mit sich zufrieden sind und in Verbindung mit ihrer weiblichen Kraft, lassen sich wenig manipulieren.
Die abgespaltene weibliche Kraft ist ein Symptom der patriarchalen Gesellschaft:
Die patriarchal-hierarchischen Strukturen dominieren alle Bereiche des Lebens: Politik, Forschung sowie das Bildungs- und Gesundheitswesen.
Obwohl viele Menschen in dem System leiden, erkennen sie die Ursache nicht. Frauen erleben insgesamt mehr Druck als Männer, weil der Fokus auf „höher, schneller, weiter“ dem weiblichen Prinzip widerspricht.
In Summe ist es ein toxischer Cocktail, der die weibliche Kraft schwächt. Aber: Die patriarchale Gesellschaftsstruktur schadet allen, auch den Männern.
Die weibliche Kraft zu stärken bedeute, destruktive Dynamiken zu unterbrechen.
Der erste Schritt ist dabei oft der schwerste: Den schmerzlichen Tatsachen ins Auge blicken.
Aber genau damit wenden wird das Blatt.
Wir unterbrechen eine destruktive Spirale, wenn wir unsere eigenen Handlungsmuster verändern. In Seminaren fragen mich Frauen oft:
„Warum muss ich mich ändern, wenn doch...“
Meine Antworten sind immer gleich:
„Wer die Macht hat, gibt sie kaum freiwillig ab.“
„Jene, die keinen Leidensdruck haben, sehen keinen Grund zur Veränderung.“
„Ändert sich ein Element im System, verändert sich das gesamte System.“
Einer der wertvollsten Aspekte geschützter Räume für Frauen ist der offene Austausch. In Seminaren berührt es mich immer wieder, wie erleichtert Frauen sind, wenn sie spüren: Ich bin nicht allein. Der Druck fällt ab, und an seiner Stelle entsteht Verbundenheit und neue Leichtigkeit.
Fakt ist: Je mehr Frauen in ihre Kraft kommen, desto stärker wird das kollektive Feld der weiblichen Kraft. So bereiten wir einen gesünderen Boden für die nächsten Generationen.
Und du kannst heute damit anfangen. In deinem Alltag. Mit dem, was dir leichtfällt!
So, jetzt wird werde ich pragmatisch: Willst du deinem Leben eine neue Ausrichtung geben, kommst du nicht umhin, etwas zu ändern.
Nimm dir Zeit, die folgende 6 Tipps zu lesen. Mache dir einen Screenshot und nimm sie als Bildschirmschoner auf deinem Phone. Starte mit dem, was dir leichtfällt, und integriere in deinen Alltag. Du weißt schon: Regelmäßigkeit macht den Unterschied;).
So stärkst du deine weibliche Kraft – 6 Tipps für den im Alltag

❶ Reduziere Reize von Außen:
Besonders jene, die dich Energie kosten. Wir sind es so gewohnt, ständig mit Sound, Bildern, Videos und Nachrichten berieselt zu werden, dass wir kaum ruhige Minuten erleben. Überlege: Was raubt mir Energie? Was gibt mir Energie? Nimm dir Zeit zu fühlen, was dir guttut. Dafür reichen kleine Zeitfenster. Wähle dann bewusst Orte, Menschen und Tätigkeiten, die dich nähren.
❷ Auszeit von der Leistungsgesellschaft nehmen:
Ich weiß, das klingt erst einmal unrealistisch. Doch es funktioniert, wenn du in kleinen Schritten beginnst: Baue regelmäßig kurze Pausen in deinen Alltag ein. Schon kurzes Innehalten und tiefes Durchatmen entfaltet seine Wirkung.
- Nimm dir etwas mehr Zeit beim Duschen und stelle dir vor, wie das Wasser allen Stress von dir abspült.
- Mache aus dem Eincremen ein Selbstfürsorge-Ritual. Lege deine Liebelings-Musik auf und berühre dich beim Eincremen bewusst sanft und zärtlich.
❸ Verbinde dich mit den natürlichen Zyklen:
Wir Frauen sind mit unserem zyklischen Körper eng an die natürlichen Rhythmen angebunden. Jede Jahreszeit, jeder Mondzyklus trägt eine eigene Energie. Sie spiegelt sich im weiblichen Körper wieder. Nutze sie für dich.
Der Herbst hilft beim Loslassen, der Winter lädt zur Innenschau ein, und im Frühling ist es Zeit, Visionen ins Außen zu bringen. Wie das konkret aussehen kann, liest du in meinem Artikel zum Thema → zyklisch leben.
Schwinge mit den natürlichen Zyklen: Sie verbinden dich mit deinen weiblich-zyklischen Wurzeln. Beginne gleich heute damit und abonniere meinen Moon-Letter. Er erscheint zu Neu-, Voll- und Halbmond und liefert dir kostenlos und regelmäßig Inspiration.
❹ Kleidung tragen, in der du dich weiblich fühlst:
In deinem Kleiderschrank findest du bestimmt Teile und Farben, in denen du dich weiblicher fühlst als mit anderen. Trage diese. Immer öfter und sortiere mit der Zeit alles aus, in dem du dich unwohl fühlst. Wähle Materialien, die sich gut anfühlen und deiner Haut schmeicheln. Vermeide Kunstfaser.
Trage lange, weite, schwingende Röcke, die beim Gehen deine Beine umspielen. Beobachte, wie du dich darin fühlst.
❺ Erde dich:
Nicht umsonst nennen wir unseren Planeten Mutter Erde. Sie ist die Basis unserer Existenz. Gehe regelmäßig in die Natur, in Kontakt mit Mutter Erde.
Ziehe deine Schuhe aus. Gehe mit nackten Füßen durch die Wiese, sammle Blumen und Kräuter, verarbeite sie oder schmücke mit ihnen deinen Wohnraum.
❻ Ein Kraftplatz der Weiblichkeit:
Finde in deinem Wohnraum einen Ort, den du explizit der Weiblichkeit widmest. Das geht, auch wenn du nur wenig Platz hast. Wenn du keinen Platz findest, kann das symbolisch für einen Hinweis stehen. Vielleicht will es dir sagen: „Gib deiner Weiblichkeit Raum.“
Hast du einen Platz gefunden – es kann ein Bilderrahmen sein, den du mit Symbolen für die weibliche Kraft befüllst. Schmücke den Ort mit Dingen, die für dich symbolisch für die weibliche Kraft stehen. Lass deiner Kreativität freien Lauf.
Diese Verbindung zu deiner weiblichen Kraft macht dich gelassener, lebendiger und hilft dir, deine Grenzen klarer zu setzen. Sie bewahrt dich davor, dich im Außen zu verlieren und stärkt die Kunst, mit deiner Energie achtsam zu haushalten.
Das Spüren beginnt im Körper. Und genau dort wartet noch mehr.
Weich. Schöpferisch. Empfangend. Empathisch.
Ja, die weibliche Kraft wird nicht ohne Grund als mystisch und rätselhaft beschrieben. Mit dem Verstand allein lässt sie sich nicht erfassen – doch wenn du mit ihr verbunden bist, spürst du ihre Magie.
Schöpferisch.
Weibliche Kraft ist von Natur aus schöpferisch. Sie bringt Dinge in die Welt durch die Verbindung mit dem Inneren.
Ihr Sitz im Körper ist die Gebärmutter, das wohl weiblichste aller Organe. Vielleicht hast du ihr bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder nur dann, wenn sie geschmerzt hat. Doch sie ist die Heimat der weiblichen Schöpferkraft.
Selbst in unserer aufgeklärten Zeit bleibt es in vielerlei Hinsicht ein Mysterium, wie Leben wirklich entsteht. In der Dunkelheit unserer Bäuche geschehen wunderbare Dinge, die selbst modernste Wissenschaft nur bedingt erklären kann.
Ob Malen, Tanzen, Musizieren, Schreiben, Dekorieren, Gärtnern oder Kochen in jedem kreativen Akt bekommt etwas aus deinem Inneren eine sichtbare Form im Außen.
Diese Verbindung zu deiner weiblichen Kraft macht dich gelassener, lebendiger und hilft dir, deine Grenzen klarer zu setzen. Sie bewahrt dich davor, dich im Außen zu verlieren und stärkt die Kunst, mit deiner Energie achtsam zu haushalten.
Weich.
Weich zu sein ist keine Schwäche. Es ist eine der mutigsten Qualitäten, die eine Frau in sich tragen kann.
Komm, machen wir an dieser Stelle gemeinsam ein kleines Experiment.
Spür mal in das Wort hinein: WEICH.
Schreibe es. Fühle es. Lass dich von seiner Energie mitnehmen.
Es gibt Zeiten, da ist es notwendig, hart zu sein – im Sinne von standfest und beharrlich. Doch dauerhaft in dieser Haltung zu verharren, lässt uns verkrampfen und wir verlieren unsere natürliche Flexibilität.
Empfangend.
Empfangen ist das Gegenprinzip zum ständigen Geben und Tun. Es braucht Mut, weil wir es selten praktizieren. Ein anderes Wort dafür ist Passivität. Und genau das löst bei vielen Frauen sofort Widerstand aus.
Was löst es in dir aus, wenn du hörst:
„Erlaube es dir, passiv zu sein“?
Was kommt da hoch?
Passivität wird in unserer Gesellschaft oft negativ bewertet, doch vielleicht ist es an der Zeit, sie in einem anderen Licht zu sehen.
Passiv zu sein bedeutet nicht, sich einfach treiben zu lassen. Es bedeutet, empfänglich zu sein, die Haltung eines Beobachters einzunehmen, rezeptiv und wahrnehmend.
Empathisch.
Empathie wird mittlerweile in vielen Kreisen als positive Kraft anerkannt. Sie ist ein grundlegendes Element unserer Verbundenheit und des Lebens selbst.
Ohne Empathie gäbe es keine echte Nähe, keine tiefen Beziehungen. Niemand möchte diese Welt ohne empathische Begleitung betreten oder verlassen.
Und falls du eine Drüberscrollerin bist, hier nochmal das Wichtigste auf einen Blick:
FAQ Häufige Fragen zum Thema Weibliche Kraft.
Was ist der Unterschied zwischen weiblicher Kraft und Stärke? Stärke wird oft mit Härte, Durchhalten und Leistung verbunden – das sind männliche Prinzipien. Weibliche Kraft hingegen entsteht durch Verbundenheit: mit dem eigenen Körper, den Zyklen der Natur und der inneren Stille. Die Weibliche Kraft steht auch für die Tiefe.
Kann ich meine weibliche Kraft stärken, auch wenn ich keinen spirituellen Bezug habe? Ja. Die Tipps in diesem Artikel sind bewusst alltagsnah gewählt. Du brauchst keine spirituelle Praxis, um dich mit deiner weiblichen Kraft zu verbinden. Manchmal reicht es, barfuß durch die Wiese zu gehen oder beim Eincremen achtsamer zu sein.
Warum sind Frauen häufiger von Burnout betroffen als Männer? Weil Frauen die Doppelbelastung von Beruf und Care-Arbeit tragen, gleichzeitig weniger Anerkennung erhalten und in einer Gesellschaft funktionieren müssen, die das weibliche Prinzip der Langsamkeit und des Empfangens kaum wertschätzt. Das zehrt an uns Frauen.
Weibliche Kraft lebt nicht vom Durchdenken.
Sie ist kein Konzept. Sie wird lebendig durch Embodiment. Alles, was du in diesem Artikel gelesen hast, lädt dich ein, sie selbst zu spüren.
Die Quintessenz der weiblichen Kraft
Weibliche Kraft ist zyklisch, empfangend und schöpferisch. Das Gegenteil von Durchbeißen. Viele Frauen haben den Zugang zu ihr verloren, durch fehlende Vorbilder, gesellschaftlichen Druck und ein System, das das weibliche Prinzip kaum wertschätzt.
Das Yin-Yang-Prinzip zeigt: Beide Kräfte sind in uns vorhanden und gleichwertig. Es geht nicht darum, die eine gegen die andere auszuspielen. Es geht darum, die eigene Mitte zu finden. Kleine, regelmäßige Schritte im Alltag reichen dafür aus.
Und je mehr Frauen in ihre Kraft kommen, desto gesünder wird das weibliche Kollektiv.
Weibliche Kraft braucht vor allem eines: deinen Körper. Nicht deinen Kopf.
Apropos Zyklisch: Hüpf doch gleich in den Moonletter rein. Meine regelmäßigen Impulse im Rhythmus des Mondes und der Jahreszeiten. Direkt in dein Postfach.
Wenn dich meine Gedanken inspiriert haben, hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Und wenn du tiefer einsteigen möchtest: Im Moonletter begleite ich dich jeden Monat durch die Zyklen des Jahres – mit Impulsen, die dich mit deiner weiblichen Kraft verbinden.




Danke für diesen Beitrag – da ist richtig viel drin! Ich empfinde ihn als stärkend, ermutigend und mitreißend.
Frauenkreise, sowohl im „echten Leben“, sozusagen analog, als auch online erlebe ich auch als eine großartige Bereicherung – die Kraft summiert sich nicht nur, sie potenziert sich.
Liebe Birte!
Das freu mich sehr, dass du mit dem Inhalt in Resonanz gehst!
Wie schön, dass du auch die nährende Erfahrung von Frauenkreisen kennst.
Deine Formulierung finde ich so treffend: die Kraft summiert sich nicht nur, sie potenziert sich -YEAH!
Herzlichst
Martina
Liebe Martina, erst dachte ich „hmmm hoffentlich nicht wieder so ein Artikel über die weibliche Kraft, wie man sie heute zu hauf sieht (jaaa, das ist ja nicht falsch, aber viele sind so langweilig, so „einer wie der andere“), aber deine Worte sind einfach schön und sehr tief berührend. Sie fühlen sich so wahr an. Sie treffen etwas in mir, das ich selten fühle. Noch kann ich es nicht beschreiben. Nur eines: Sowas wie Hoffnung und Mut und eine „Aufmüpfigkeit“ regen sich in mir. Danke für diesen schönen Artikel <3
Von Herzen, Corinna
Liebe Corinna!
Jetzt bin ich tief berührt von DEINEN Worten, mir werden die Augen feucht und mir läuft die Gänsehaut rauf und runter!
Wenn mein Artikel es geschafft hat, dir Mut und Hoffnung zu geben und dich „aufmüpfig“ macht,
dann hat es sich mehr als gelohnt ihn zu schreiben!
Von Herzen
Martina
Was für ein starker Artikel – und welch guter Appell an uns Frauen, uns endlich zu erlauben, Frau zu sein. Ja genau, diese Welt braucht uns Frauen stark durch weiblichen Sanftmut, Herzensöffnung, Langsamkeit, Entdeckung des eigenen Selbst und gehen im ureigenen Tempo…..Martina, du schreibst mir aus der Seele. Ich hatte (wieder einmal) Gänsehaut während des Lesens. Eine Ode an uns Frauen, ich liebe sie!
Liebe Claudia!
Ich danke dir für deinen Kommentar und ich freue mich sehr, dass du mit meinem Artikel so in Resonanz gehst.
Beim Lesen deiner Antwort läuft mir die Gänsehaut!
Ganz lieben Gruß an dich
Martina
Wie du richtig schreibst. Wir Frauen in Mitteleuropa haben die Chance, unsere Weiblichkeit zu stärken und von all dem, was Jahrhundertelang und Jahrtausendelang passierte, zu erlösen und zu reinigen.
ich möchte noch gerne die Frauen in Nordamerika hinzufügen.
Nicht umsonst meinte sogar der Dalai Lama: „Die westliche Frau wird die Welt retten.“ Hoffen wir, dass wir das auch wirklich tun können und werden.
Riccarda, danke dir für deinen Kommentar. Ja sicher, auch den Frauen in Nordamerika gilt dieser Ruf. Und alle, die sich dazu in der Lage fühlen.
Let´s go for it!
Lieben Gruß
Martina
Wow, ganz toll geschrieben. Weiblich und mit sich verbunden zu sein und die eigene Kraft zu spüren ist ein wahnsinns Gefühl. Dessen sich bewusst werden ist schon ein großer Schritt für uns Frauen.
Liebe Anja, ich danke dir herzlich für dein Feedback.
Es ist so wertvoll, dass wir Frauen uns gegenseitig bestärken und unser Erleben miteinander teilen.
Herzlichst
Martina
Ein ganz wunderbarer und klarer Artikel. Eine Verantwortung, in die du dich hinein begibst – auszusprechen, weil du die Fähigkeit dazu hast. Und die Möglichkeit. Und dieses erkennst, aus deiner weiblichen Weisheit und deinem eigenen Prozess heraus. Für die zu sprechen, die nicht sprechen können ist Mut und Gnade zugleich. Ich danke dir sehr dafür!
Oh Denisa! Bei deinen Worten läuft mir die Gänsehaut rauf und runter – ich kann ja gar nicht mehr anders!
Ich danke auch dir für deinen herzlichen Zuspruch, denn das tut einfach gut.
Herzensgruß
Martina
Liebe Martina
ich komme gerade von einem Frauenkreis und kann alles bestätigen, was Du schreibst!
Super Blogartikel!
Liebe Inge, das freut mich sehr! Jede Bestätigung auf meinem Weg tut gut.
Herzlichst
Martina
Vielen Dank für diesen kraftvollen Artikel, Martina. Frau-Sein und Weiblichkeit ist so etwas individuelles, finde ich. Und es gehört immer noch so viel Mut dazu, Weiblichkeit auszuleben – in dem Sinne auszuleben – wie du Weiblichkeit beschreibst. Unseren Mann stehen, haben wir scheinbar besser gelernt, also unsere Weiblichkeit auszuleben. Herzlichen Dank also für deinen aufklärerischen Artikel und auch für die wunderbare Übung, mich mit meinem inneren Kraftzentrum, um das sich alles dreht, zu verbinden. Herzliche Grüße, Ilona
Liebe Ilona, danke für deinen Kommentar.
Ja, Weiblichkeit hat unglaublich viele Aspekte, die sich im Frau sein, vielgestaltig ausdrückt.
Für mich ist es eine spannende Forschungsreise, in den tiefen Kontakt mit meiner Weiblichkeit zu gehen.
Dieser Weg ist gar nicht so leicht, auch deshalb, weil wir wenig Vorbilder haben, die mit ihrer Weiblichkeit gut verbunden sind.
Und ich erlebe es genau wie du es schreibst, unsern Mann stehen, das haben wir besser gelernt.
Herzlichen Gruß
Martina
Was für ein schöner Artikel. Ich danke dir sehr dafür! Am meisten kann ich im Moment was mit dem Hinweis der Empathie anfangen..
Liebe Christine!
Ich danke dir für deine Rückmeldung zu meinem Artikel.
Es kann gut sein, dass er in dir noch nachwirkt … so geht es mir auch oft 🙂 .
Alles Liebe
Martina
Wow, in deinem Artikel hast du wirklich unzählige Themen beschrieben, die die Kraft der Weiblichkeit ausdrücken. In Vielem konnte ich mich wiederfinden oder auch meine Klienten. Schön ist es auch, daß du Übungen in deinem Blogartikel hast. Da es der erste Blog überhaupt hier ist, den ich lese, bin ich beeindruckt von der Menge an Informationen. Ich kann auch nur bestätigen, wenn viele Frauen zusammenkommen, entsteht eine wunderbare Energie und damit kann auch im Kollektiv etwas erlöst werden. Vielen Dank für deinen Beitrag!
Liebe Petra, es freut mich sehr, dass du dich in vielem wiederfindest. Ja, ich liebe diese Übung auch.
Immer wieder, wenn ich alleine zu Hause bin lege ich mir meine Lieblingsmusik auf und gebe mich im Tanz diesem Tun hin.
Es stimmmt genau, jede von uns, die heilt und in ihre Kraft kommmt und tut das auch für das Kollektiv!
Danke dir für deinen Kommentar!
Lieben Gruß
Martina